Alte Zeiten

Diese Grübelei fängt schon wieder an...
Hab grad im antenne chat alte GB und Blog Einträge durchgelesen und zwangsläufig erinnert man sich einfach an das was war.

Zuerst möchte ich mal die frage stellen, wieso erinnert man sich hauptsächlich nur an die sachen die nicht so toll gelaufen sind und nur nebensächlich an die Tage die schön waren? Wenn ich an damals denke kommt mir immer erst in den Sinn was schief gelaufen ist und dann erst was gut gelaufen ist. Gut, es mag sein, das damals sehr viel schlecht gelaufen ist, aber dadurch sollte man nicht das vergessen, was einen stärker gemacht hat, und auch neue Hoffnung gegeben hat.

Ich denke grad im Moment daran zurück als ich noch mit meinen Ex zusammen war der mich an die Drogen gebracht hat. Sooft hab ich mich schon gefragt wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich ihn nicht kennengelernt hätte... Wäre ich dann jetzt da wo ich bin? Oder ganz wo anders? HÄtt ich meinen schatz kennengelernt? Die Leute mit denen ich an den Zahlreichen Wochenenden soviel spaß aber auch sehr viel Streß hatte? Und das wichtigste was ich mich frage, würde ich es bedauern?
Es gibt vieles was ich bedaure in meinem Leben, das ich mir zu oft habe rein reden lassen, das ich mich von Menschen steuern lies, die mich nur ins Verderben geführt haben. Vorallem bedauere ich es aber, mich so verkauft zu haben wie bei meinem Ex. Nein, es war nie Liebe im Spiel, am Anfang war es pure schwärmerei, und in dem naiven alter verwechselt man schwärmerei nur zu schnell mit Liebe, aber diese schwärmerei schlug sehr schnell um in Abhängigkeit, in zweierlei richtungen.

Was mein Ex betrifft. Bei jedem anderen Menschen würde es mir leid tun, das ich ihn so "ausgenutzt" habe, aber bei ihm, tut es mir kein bisschen leid. Er hat mich verarscht, belogen, betrogen, geschlagen und das schlimmste, er hat mir fast mein ganzes Leben zerstört. Ich danke den Herrn heute noch dafür, das er in den Knast gewandert ist. Ich will mir gar nicht vorstellen was passiert wäre wenn ich ihm noch länger ausgesetzt gewesen wäre. Wahrscheinlich würd ich dann heute an der Nadel hängen.

Aber da sieht man es doch, wieviel Einfluß andere Menschen auf einen haben können. Vorallem in einem alter, wo man eben noch zu dumm und naiv ist, es besser zu wissen. Man glaubt das was einem gesagt wird, ohne über die Konsequenz nachzudenken. Aber auch wenn man älter wird ändert sich das teilweise nicht. Natürlich gibt es Menschen die immer wissen was sie wollen, die ihren Weg gehen ohne sich rein reden zu lassen, aber es gibt auch Menschen, die einfach jemanden brauchen, der ihnen sagt was sie tun soll und, ich bin ganz ehrlich, zu letzteren gehöre ich. Ich habe kein problem damit, mir was sagen zu lassen, ja, manchmal brauch ich auch einfach einen anstoß um etwas richtig zu machen, manchmal brauch ich einfach jemand der mir die richtung zeigt. Aber, so wie früher, das ich mir NUR sagen lasse was ich tun soll, so bin ich dann doch nicht mehr. Ich tue gern das was man mir sagt, aber nicht mehr ohne Grund. Wenn ich denke das es falsch ist, dann sage ich das auch und tue es nicht mehr einfach so.

Mal ganz ehrlich, das Leben ist doch einfach nur ein Spiel, wo sich die Regeln ständig ändern. Mal läuft der Hase so, dann wieder anders. Ich habe aufgehört mich anpassen zu wollen, und das schon vor sehr langer Zeit. Ich habe mich in meiner art, meinem Wesen und meinem Charakter so ausgeprägt, wie ich es für richtig halte, viel gelernt durch das, was ich miterlebt habe. Ich bin in meinem Leben vielen Menschen begegnet, bei einigen bereue ich es, bei anderen wieder nicht. Einige gingen mir einfach nur tierisch auf die Nerven, aber ich war/bin einfach zu nett um dazu irgendwas zu sagen.

Es gibt einiges, was man in seinem Leben machen kann, ob es falsch oder richtig ist, erfährt man immer erst dann, wenns zu spät ist. Aber man muss sich entscheiden, welchen weg man gehen will, ob falsch oder richtig, den sonst gerät man in den Stillstand, und was wäre das Leben, wenn es nicht mehr weiter gehen würde? Jede hürde kann man meistern, jedes Hinderniss überqueren, man muss nur den Glauben an sich selbst und die HOffnung auf eine bessere Zukunft und demzufolge auch einen besseren weg nie aufgeben. Den wer aufgibt, hat bereits verloren. Der Kampf geht immer weiter, und wenn er das nicht mehr tut, hat man doch irgendetwas falsch gemacht.

30.1.07 17:34

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